Partizipative Forschung

Herkömmlicherweise wird Forschung von speziell dazu ausgebildeten Wissenschaftlern betrieben – zu einem bestimmten „Forschungsgegenstand“. Wenn dieser untersuchte Gegenstand kein Objekt ist, wie zum Beispiel eine Blume, sondern etwa ein Mensch mit Psychiatrieerfahrung, dann ist es möglich, diese Menschen mit in die Forschung einzubeziehen. Ganz nach dem Motto „Nicht ohne uns über uns!“

 

Einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom August 2016 folgend, wandte sich Dr. Sebastian von Peter, Psychiatrische Universitätsklinik der Charité  im St. Hedwig-Krankenhaus, an den Verein expeerienced, um gemeinsam einen Antrag zu erarbeiten.

Es geht um die Frage: „Was ist Erfahrungswissen?“ Dieses Thema ist vor dem Hintergrund der Beteiligung von ErfahrungsexpertInnen in der sozialpsychiatrischen Versorgungslandschaft von großer Relevanz. Einerseits gibt es bereits viele Menschen, die vom Konzept des Erfahrungswissens überzeugt sind, andererseits gibt es dazu noch wenig wissenschaftliche Untersuchungen. Wir hoffen, mit so einem Projekt eine Grundlage erarbeiten zu dürfen.

Der Antrag wurde am 31.10.2016 fristgerecht eingereicht. Im Mai 2017 erhielten wir leider eine Absage. Wir sind nun auf der Suche nach anderen Fördergeldern, um diese wichtige Frage zu bearbeiten. Sollte jemand Interesse haben, unser Forschungsprojekt zu unterstützen, freuen wir uns über eine Nachricht an den Vorstand.

Ein zweiter Antrag für das Bundesministerium für Bildung und Forschung entstand im Januar 2017. Diesmal zur Frage, warum psychische Erkrankungen (scheinbar) zunehmen. exPEERienced ist hier Mitglied im Beirat, wenn der Antrag bewilligt wird.